Was ist Mobbing?


Mobbing zählt zu den „Unwörtern“ der letzten Jahre und wird oftmals, teils unbewusst, sehr inflationär verwendet. Denn nicht alles, was für eine/einen vermeintlich Betroffene/n über einen gewissen Zeitraum unangenehm ist, ist auch wirklich Mobbing, sondern manchmal ein schultypischer Konflikt, der sich einfacher lösen lässt, als Mobbing zu identifizieren und dagegen gezielt vorzugehen. 

Jeder Mensch hat in seinem Leben Konflikte auszufechten – Mobbing entsteht allerdings erst durch Wiederholung der Taten. Es manifestiert sich in permanentem, sich stetig wiederholendem und steigerndem aggressivem oder verletzendem Verhalten Einzelner (oder auch einer ganzen Gruppe) einer anderen Person gegenüber. Sucht die Person anfangs die Schuld bei sich, entsteht mit der Zeit Hilflosigkeit, Unverständnis, Überforderung - teilweise auch Wut und oftmals auch tiefste Verzweiflung, die in unvorstellbarer Weise das ganze Leben beeinträchtigt und im schlimmsten Fall im Suizid gipfelt. 

Mobbing-Tagebuch


 Als bewährt hat sich das Führen eines Mobbing-Tagebuches erwiesen.
Natürlich macht es Arbeit und erfordert Disziplin, das Mobbing-Geschehen regelmäßig und detailliert zu dokumentieren. Aber es erfüllt wichtige Funktionen: Es dient der Beweissicherung für den Fall einer juristischen Auseinandersetzung und es dient als Grundlage für die Auseinandersetzung mit der eigenen Situation und deren Aufarbeitung.